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Vorverstärker »Marconi«  

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Der Vorverstärker hat drei Aufgaben: 1. Er ist Schaltpult für die verschiedenen Eingänge. 2. Er regelt die Wiedergabe-Lautstärke. 3. Er bereitet das Signal so auf, dass auch lange Kabel zwischen Vor- und Endverstärker dem Klang nichts anhaben können. Das Allerwichtigste ist natürlich, dass der Vorverstärker das Signal möglichst wenig, im Idealfall überhaupt nicht beeinflusst.  

 

Bei der Entwicklung des »Marconi« sind wir wie gewohnt keinerlei Kompromisse eingegangen. So erfolgt die Lautstärkeregelung rein elektronisch und zweistufig: Zum einen lässt sich die Empfindlichkeit für jeden der sechs Eingänge (zwei davon symmetrisch) individuell einstellen und abspeichern; dies vermeidet die sonst üblichen Lautstärkeunterschiede beim Umschalten zwischen verschieden lauten Quellen.  

 

Zum anderen erfolgt die Regulierung der Abhörlautstärke über ein motorisiertes Potentiometer, das entweder mit einem Knopf auf der Frontplatte, oder durch Drucktasten auf der Fernsteuerung bedient wird. Über das Potentiometer werden spezielle ICs digital angesteuert; diese wiederum regulieren die Lautstärke klangneutral und passiv mit Einzel-Widerständen in präzisen 0,5-dB-Schritten.  

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Größtmögliche Immunität gegenüber jedwelchen Einflüssen lässt sich nur durch die symmetrische Signalverarbeitung erreichen. Für einen Stereo-Vorverstärker sind ingesamt vier komplette Verstärker nötig, weil das Musiksignal sowohl phasenrichtig als auch um 180 Grad phasenverschoben verarbeitet wird. Komponenten und externe Störungen beeinflussen das phasenrichtige und das phasenverkehrte Signal gleichermaßen; diese Einflüsse lassen sich am Eingang der Endstufe durch eine Verstärkerstufe eliminieren, welche nur die Differenz zwischen den beiden Signalen (die Musik) verstärkt, nicht aber die Gemeinsamkeiten (die Störungen). Dies rechtfertigt die Verdoppelung des Schaltungsaufwandes.  

 

Die Signal-Invertierung erfolgt mit einer röhrenbestückten Phasenumkehrstufe. Röhren verwenden wir nicht aus nostalgischen Gründen, sondern weil sie praktisch trägheitslos arbeiten und somit ein praktisch perfekt zeitsynchrones gegenphasiges Signal erzeugen. Damit die Verlustwärme ungehindert abziehen kann, sind die Röhren in den beiden großen Kühlkörpern untergebracht.  

 

Mit der Fernbedienung lassen sich die Eingänge anwählen, die Lautstärke regulieren (inkl. Stummschaltung) und die absolute Phase des Ausgangssignals umschalten; das Display auf der Frontplatte informiert über den angewählten Eingang, dessen Pegel und die absolute Phase. 

 

Brinkmann Marconi

Technische Daten

Klirr/Intermodulationsverzerrungen0,01%/0,05%
Rauschabstand90 dBA
Eingangsimpedanz20 kOhm
Eingangsempfindlichkeit150 mV
Abmessungen (BxHxT)420 x 95 x 310 mm (mit Granit);
Netzteil 120 x 80 x 160 mm
Gewicht12 kg; Granitplatte 12 kg;
Netzteil 3,2 kg
Fernbedienung, Granitplatte
Großes Bild anzeigen Großes Bild anzeigen       PDF Anleitung [pdf, 200 KB]       PDF Testbericht [pdf, 917 KB]
Zuletzt geändert am 11.04.2017
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